Sogar Glühwürmchen taten Kriegsdienst.
Im ersten Weltkrieg dienten sie als Lichtquelle zum Lesen von Karten oder der Feldpost.
Das "Animals in War Memorial" ehrt auch ganz besondere tierische Kriegshelden, wie beispielsweise die Brieftaube "Mary of Exeter", den Springer-Spaniel "Buster" oder "Rob", War Dog - No. 471/322, der im Dienst mehr als 20 mal mit dem Fallschirm abgesprungen war.
"We never said thank you to them." (Wir haben uns nie bei ihnen bedankt), sagte Jilly Cooper, Buchautorin und Mit-Initiatorin des Denkmal-Projekts, das nach sechsjähriger Arbeit jetzt fertiggestellt und feierlich eingeweiht wurde.
Einer, wie ich finde, sehr netten, wenn auch überfälligen Geste haben die Briten in London Gestalt in Form dieses Denkmals gegeben. Allerdings hätten nicht nur die Briten es nötig gehabt, sich bei den Millionen, durch Kriegsdienst/Kriege getöteten Tieren zu bedanken, oder auch, sich bei ihnen zu entschuldigen.
Denn es starben nicht nur Tiere, die "Kriegsdienst" leisteten.
Es starben immer auch die ungenannten, ungezählten, die "zivilen" Tiere.
Sie starben in Zoos oder Viehställen, auf der Weide oder der Strasse.
Sie starben durch Bomben, sie verdursteten/verhungerten, weil ihre Besitzer vor dem Krieg geflohen waren, oder sie wurden erschossen, mit Absicht, um dem "Feind" zu schaden, versehentlich, aus Langeweile, oder als lebende Zielscheibe zu Übungszwecken.
Sie starben auf Minenfeldern, auf die sie zufällig gerieten, oder auf die sie zur "Säuberung" von Menschen getrieben wurden.
Sie starben in Versuchen für biologische oder chemische Waffen.
Kollateralschaden nennt man das wohl ...
Aber leider ist es ja nicht die Vergangenheit, auf die wir zurückblicken, auch heute noch sterben Tiere im Krieg.
Auch heute noch werden Tiere für den Kriegsdienst "rekrutiert".
Die Amerikaner setzen Delphine und Seelöwen ein, und erst im letzten Jahr (2003) wurde ein mit Sprengstoff beladener Esel von Palästinensern als "ferngesteuerter Selbstmordattentäter" gegen Israelis eingesetzt.
Auch heute noch gibt es die ungenannten, ungezählten, die "zivilen" tierischen Kriegsopfer ... den Kollateralschaden ...
Aus diesem Grund hat das Denkmal im Londoner Hyde Park für mich eine viel weitreichendere, globalere Bedeutung. Weitaus mehr, als das dem Denkmal zugrunde liegende Tierleid hing, hängt und wird an jedem Krieg hängen ... weltweit ... gestern, heute ... und morgen ...