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Jumper,der kleine Jack Russell Terrier aus Wulfen

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Hund in der Kunst

Alina Geishofers Spezialgebiet für die mündliche Matura aus Bildnerische Erziehung
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Der Hund in seinen anderen Aufgaben

 

Obwohl es weit mehr Jagdhunderassen gibt als alle anderen zusammen, so gibt es doch noch Hunde für jede andere nur erdenkliche Aufgabe.

Es gibt zum Beispiel Hüte- und Schäferhund, deren Darstellung ähnlich wichtig ist, wie die des Jagdhundes – denn so wie es keinen Jäger ohne Hund gibt, gibt es auch keinen Hirten ohne Hund. Allerdings erfreut sich der Stand des Hirten weit weniger Ansehen als der des Jägers und somit sind auch die Bedeutung und Vielzahl dieser Darstellungen geringer.

Viel weniger bekannt sind die mächtigen Herdenschutzhunde, deren Aufgabe es nicht ist, das Vieh zu treiben, sondern die Herde zu bewachen und vor Raubtieren und menschlichen Räubern zu schützen. Diese Tiere sind riesig, kräftig, genügsam und zäh.

Weiters gibt es Wachhunde, Schlitten- und Zughunde, und noch viele mehr.

Es gibt wirklich für jede nur erdenkliche Aufgabe, die passende Hunderasse, so diente zum Beispiel der mexikanische Xoloitzcuintle, ein Nackthund, als lebende Wärmeflasche, weil er aufgrund seiner Haarlosigkeit mehr Körperwärme abstrahlt als seine behaarten Verwandten.

Und natürlich gibt es auch Hunde, die einfach nur als Freund und Begleiter gezüchtet werden, so vor allem die meisten jüngeren Rassen. Auf diese Familien- und Begleithunde werde ich allerdings hier nicht eingehen, sie kommen hauptsächlich in der Portraitmalerei und in den populären Künsten vor.

Nun einige Beispiele für Gebrauchshunde in der Kunst:

 

Abbildung 16 Rom: Cave Canem, 1. Jhdt. Abbildung 17 ROM: Bellender Hund, 1. – 3. Jhdt.

Diese beiden Darstellungen zeigen, dass bereits im alten Rom Hunde als vorzügliche Wächter galten.

Die erste Abbildung, stammt aus einer berühmten Serie von Mosaiken, die in den Ruinen der Stadt Pompeji gefunden wurden. Sie waren in die Fußböden der Eingangshallen verschiedener Villen eingelassen um die beigefügte Warnung Cave Canem („Hüte dich vor dem Hund“) zu verdeutlichen. Vergleichbar mit unseren heutigen „Hier wache ich“-Schildern, die ebenfalls mit einem Foto der Rasse hervorgehoben werden.

Auch die zweite Statue stellt einen wütend bellenden Hund dar.

* * *

Abbildung 18 GIOTTO:
Joachim unter den Hirten, um 1305
Abbildung 19 RAYMOND:
Der schlechte Hirte, 1537
Abbildung 20 THORVALDSEN:
Hirtenjunge, 1817

Diese drei verschiedenen Darstellungen zeigen jeweils Hirten mit ihren unverzichtbaren Helfern.

Giotto di Bondones (um 1267 – 1337) Thema geht auf eine biblische Episode aus den Apokryphen zurück, die durch die Legenda aurea des Jacobus de Voragine (1230 – 1298) popularisiert wurde: Joachim ist ein reicher Mann, hatte aber nach 20 Jahren Ehe noch immer keine Nachkommen, daher wird er im Tempel von Jerusalem abgewiesen und will so gedemütigt nicht wieder nach Hause zurückkehren. Er will sich den Hirten in der Wüste anschließen und mit ihnen leben. Dort erscheint ihm allerdings ein Engel, der ihm verkündet, dass seine Frau eine Tochter erwartet: Maria, die künftige Mutter Christi.

Der Hund auf diesem Bild ist ein kleiner, aufgeweckter Hütehund, der Joachim freudig begrüßt.

Pierre Raymond (16. Jahrhundert) stellt das Gegenteil zu Christus – dem guten Hirten - dar: Während die Schafe in alle Richtungen verstreut sind, scheint der hirte nicht zu wissen, was zu tun ist. Ihm zur Seite stehen zwei Hunde, die eindeutig treu sind – denn sie haben den schlechten Hirten nicht verlassen, dennoch wirken sie dumm, vermutlich warten sie auf Anweisungen, die sie nicht bekommen und können deshalb nur tatenlos zusehen, wie die Schafe verloren gehen.

Der dänische Bildhauer Bertel Thorvaldsen (1770 – 1844) lehnt sich in seinen Werken an die römische Antike an. So hat sein Hirtenjunge auch keinen typischen Hütehund, sondern ein Tier, dass vom Aussehen her stark an einen römischen Molosser erinnert. Diese Molosser waren vorrangig Kriegs-, Kampf- und Wachhund, fanden aber auch als Herdenschutzhund Verwendung. Allerdings ist Thorvaldsens Hund etwas kleiner.

* * *

Abbildung 21 SCHWEIZ: Sennenhund bei der Arbeit, 19. Jhdt.

Neben dem berühmten Berner Sennenhund hat die Schweiz noch drei weitere Sennenhunderassen hervorgebracht: den Großen Schweizer, den Entlebucher und den Appenzeller Sennenhund. Sie unterscheiden sich eigentlich nur in der Größe und im Gegensatz zu Berner, sind die drei anderen kurzhaarig.

Diese Abbildung aus dem 19. Jahrhundert zeigt laut dem „Grossen Hundebuch“ einen Appenzeller während er das Vieh auf die Alm treibt. Der Größe nach würde ich aber eher sagen, dass es sich dabei um einen Großen Schweizer handelt.

* * *

Abbildung 22 VERNET: Der Regimentshund ist verwundet, 1819

Regimentshunde sind moderne Nachfolger der Kriegshunde. Sie dienen nicht hauptsächlich als Maskottchen bei zeremoniellen Anlässen.

Émile-Jean-Horace Vernet (1789 – 1863), der sich vor allem als Kriegsmaler einen Namen gemacht hatte, geht laut dem Autos von „Hunde in Kunst, Fotographie und Literatur“ mit diesem Bild auf die Gefahren ein, denen ein Regimentshund ausgesetzt ist. Meiner Meinung nach, will er vor allem die Grausamkeiten des Krieges durch eine nicht ganz typische Situation verdeutlichen. Der verletzte Hund und seine beiden Helfer bilden das Zentrum des Bildes. Um sie herum tobt der Krieg, die Soldaten kämpfen, links liegt eine Leiche. Doch all das verschwindet im Hintergrund: Die Kämpfenden verschwimmen im Rauch, von der Leiche sieht man nur die Beine. Für die beiden zu Hilfe geeilten Soldaten zählen all die Wirren und Gefahren nicht – einzig das Wohl des Tieres liegt ihnen am Herzen.

* * *

Abbildung 23 VON MENZEL: Zughund mit Katze, um 1861

Adolph von Menzel (1815 – 1905) war zu seinen Lebzeiten vor allem für seine Historienmalarei berühmt. Heute sind jedoch seine Darstellungen von Industriebetrieben und Szenen aus dem Arbeitsalltag weit interessanter.

Zur Zeit in der dieses Bild entstand gab es noch kaum tierschutzrechtliche Bestimmungen und viele Tiere wurden erbarmungslos ausgebeutet. Dieser Zughund scheint völlig am Ende seiner Kräfte zu sein und es ist anzunehmen, dass die Last viel zu groß ist. Auch die Katze begreift, dass von diesem Hund keine Gefahr ausgeht und scheint fast Mitleid zu haben.

 

 

 

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